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Potenziale und Berichte

  • Autorenbild: Metin Kurtuluş
    Metin Kurtuluş
  • 20. März
  • 2 Min. Lesezeit

Hauptmeldung!


Am meisten beeindruckt hat mich diese Geschichte aus Deutschland:1972 in Istanbul geboren, kam Sinan Selen im Alter von vier Jahren mit seiner Familie nach Deutschland.Heute ist er Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Erstmalig übernimmt damit eine Person mit Migrationshintergrund die höchste Leitung einer deutschen Sicherheits- und Nachrichtendienstbehörde.Diese Nachricht hat sowohl historische als auch symbolische Bedeutung.

Und man fragt sich unweigerlich:Können wir in Österreich solche Geschichten überhaupt schreiben?


Die österreichische Sicht auf Integration

Hier wird es besonders interessant.Denn Österreich betreibt Integration noch immer ein bisschen… wie soll man sagen…„aus der Ferne, gemütlich am Tisch sitzend“.

Was meine ich damit?Ein Beispiel:

  • Kinder mit Migrationshintergrund: motiviert, talentiert, ehrgeizig.

  • Die staatlichen Integrationsmechanismen? Wirken ein wenig müde, ein wenig mit geschlossenen Augen.

Kurz gesagt: Während wir fragen: „Ist das möglich? Kann man das schaffen?“,setzt das System Kommissionen ein, schreibt Berichte, prüft Berichte, schreibt neue Berichte…Und schließlich der klassische österreichische Reflex:

„Ja… theoretisch möglich. Aber vielleicht brauchen wir noch ein bisschen Zeit.“

Wenn man das hört, muss man unwillkürlich lachen.Aber das Lachen ist bitter: Denn „wir brauchen Zeit“ bedeutet in der Praxis oft, nichts zu tun.

Andere Länder: Migrant*innen erklimmen eins nach dem anderen die politische Spitze.Wir? Wir sitzen noch am Tisch und kritzeln kleine Notizen an den Rand der Akten:„Vielleicht eines Tages…“

Schwarzer Humor

Hier liegt das österreichische Integrationsproblem offen: Wegsehen, langsam agieren und bequem sagen: ‚Wir warten auf die Zeit‘.

Und zwischendurch? Wachsen die Kinder auf, Talente verschwinden ins Ausland, bevor sie eine Chance bekommen.

Kara mizah?Ja, genau hier.Eine Seite: potenzielle Führungskräfte.Andere Seite: Berichte, Kommissionen, endlose Wartezeiten und Kaffeepausen.


Die entscheidende Frage

Wir fragen uns:Ist die österreichische Gesellschaft dafür wirklich bereit? Oder schaffen wir es, diese Chancen gemeinsam zu nutzen?

Die gesamte Herausforderung liegt genau hier:Ein Land redet über Integration,aber beobachtet oft lieber, statt aktiv zu handeln.

Und genau deshalb gilt:Wenn Österreich jemals seinen eigenen Sinan Selen sehen will,muss es zuerst die Augen öffnen, vom Tisch aufstehen und den Kaffee beiseite stellen


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