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Genug gespielt: Wien verbannt Mozart-Kostüme von den Touristen-Hotspots

  • Autorenbild: Ege Çelikgöğüs
    Ege Çelikgöğüs
  • 24. März
  • 2 Min. Lesezeit



Wer schon einmal durch Wiens historisches Stadtzentrum spaziert ist und von jemandem im Mozart-Kostüm angesprochen wurde, der Konzertkarten verkaufen wollte, ist damit nicht allein. Seit Jahren häufen sich Beschwerden über aufdringliche Verkäufer und die Stadt Wien zieht nun endgültig die Konsequenzen.


Ab Anfang Mai 2026 gilt ein generelles Verbot für kostümierte Ticketverkäufer auf einigen der bekanntesten Plätze der Stadt: Stephansplatz, Kärntner Straße, Graben und Herbert-von-Karajan-Platz. Die Maßnahme folgt auf jahrelange schrittweise Verschärfungen, die jedoch nicht den gewünschten Effekt erzielten.


Ein langjähriges Problem

Das Phänomen der als Mozart verkleideten Ticketverkäufer ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Wiener Touristenszene. Was auf den ersten Blick charmant wirken mag, entpuppt sich in der Praxis oft als störend und unangenehm. Beschwerden bei der Stadt, der Wiener Staatsoper und WienTourismus beschreiben Verkäufer, die Besucher teils sehr aufdringlich ansprechen.


Bereits 2021 wurden die erlaubten Verkaufsplätze in der Innenstadt auf 18 beschränkt. Bestimmte Bereiche — wie das Hauptportal des Stephansdoms — waren seither verboten. Doch regelmäßige Kontrollen zeigten, dass immer wieder Verkleidete ohne Genehmigung in gesperrten Zonen unterwegs waren. Besonders rund um den Stephansdom, wo der U-Bahn-Ausgang und große Touristenströme ohnehin für Enge sorgen, war die Situation besonders auffällig.


Bisherige Kontrollen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein im Jahr 2024 führte der Magistrat Wien an über 40 Aktionstagen fast 600 Überprüfungen durch — bei jedem zweiten Verkäufer wurden Verstöße festgestellt. Ein klares Zeichen, dass die bisherigen Regelungen nicht ausreichten.


Eine neue Lösung

Planungsstadträtin Uli Sima (SPÖ) hat nun eine Verordnung angekündigt, die den Ticketverkauf in den betroffenen Zonen dauerhaft untersagt. Sima erklärte: Der Ticketverkauf durch die sogenannten Mozart-Verkäufer soll im Gebiet der bestehenden

Zonierungsverordnungen Stephansplatz, Kärntner Straße, Herbert-von-Karajan-Platz und Graben künftig verboten werden. Das Verbot tritt Anfang Mai in Kraft.


Für eine Stadt, die so viel Wert auf ihr musikalisches Erbe und ihren Ruf als Kulturhauptstadt legt, ist diese Entscheidung ein klares Signal: Wiens öffentliche Räume sollen für alle Einheimische wie Touristen angenehm und zugänglich bleiben.



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